Logopädie-Forum

Wohin weiter mit meinem Beruf?


Anonym
Inaktiv

Hallo Kollegen,

ich stehe gerade an der Schwelle, zu entscheiden, wohin ich beruflich weitergehe. Ich arbeite schon so einige Jahre in einer Praxis als zumeist einzige Angestellte, mit Verantwortung über Therapieformen, Abrechnungen etc.

Was mir auf die Nerven geht: Die Arbeit läuft vornehmlich auf verbaler Ebene. Dabei machte ich schon recht gute Erfahrungen mit eigenen Ansätzen, auf Musik oder Bewusstsein gerichtet. Ich möchte gerne noch mehr non-verbal arbeiten, mit Körper und Intuition.

Ich könnte mich selbständig machen, mit eigener Praxis. Ich hätte Lust, noch stärker Form und Richtung der Therapien zu gestalten. Jedoch weiß ich nicht, was ich als Logopädin „darf“, wie frei ich aus eigenem Ermessen und eigener Praxiserfahrung ansetzen und was ich ausprobieren darf. Auch befürchte ich, den Anschluss an aktuelles Fachwissen verloren zu haben, welches vielleicht als Standard verlangt wird.

Und: Kommt man denn als Selbständiger vor lauter Praxis Leiten, Verwalten und Papiertigern überhaupt nennenswert zum Therapieren?

Schwierig…


vor 10 Jahre, 5 Monaten #86162

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kiiup1
Teilnehmer

hallo ringa!

ja,man kommt zum therapieren, man MUSS, sonst ginge man ja pleite! ;)

wie meinst du denn „nonverbal“ arbeiten? ich finde das recht schwierig, da es ja in unserem beruf sehr um sprache geht, wenn nicht sogar meist ausschliesslich. klar kann man andere ansätze mitreinbringen und erst recht als selbständiger, da dich ja kein chef oder so kontrolliert. man muss eben nur trotzdem ans ziel kommen und solche manchmal vielleicht auch abwegigen ansätze gegenüber den eltern vertreten/verteidigen. erklär mal, wie du das meinst! :)


vor 10 Jahre, 5 Monaten #86952

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AMA
Teilnehmer

Hallo ringa,

erkläre doch mal ein bisschen genauer was du mit „non-verbaler“ Ebene meinst. Was genau möchtest du mit welchem Klientel machen?

Ich bin auch selbständig und arbeite z.B. viel mit (mehrfach)behinderten Kindern. In der Therapie greife ich daher auch gerne mal zu Elementen aus der Rhythmik und Musiktherapie. Ich bin der Meinung, dass man durchaus auch mal ausprobieren darf und andere Methoden benutzen kann, solange sie zu dem jeweiligen Patienten passen und du effektiv damit arbeiten kannst.

Man muss sich auch nicht unbedingt selbständig machen – du hast ja auch die Möglichkeit Kurse oder Therapiestunden zu geben, die die Leute dann selber zahlen…

Grüße

Aila


vor 10 Jahre, 5 Monaten #86959

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