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Lemmling
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hey,

bis her (bin im 2.Semester) habe ich mir keine Gedanken um ein evtl. nichtbestehen einer Klausur gemacht. Nun ist es passiert und mir stellt sich die Frage, was mache ich wenn ich bei der Wiederholung auch nicht bestehe. Meine Eltern zahlen für mich das ziemlich hohe Schulgeld und ich stehe nun sehr unter Druck, da ich auch garnicht weis wie ich Ihnen das zurückzahlen kann und was sich dann machen soll. Logopäde ist immer noch mein absoluter Traumberuf doch es gibt da einige Fächer brrr.

Ist es schon einmal einem von Euch so geangen, das er eigentlich garnicht mehr weiter wusste?

Gruß

der Lemmling


vor 8 Jahre, 3 Monaten #86828

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Foxxy
Teilnehmer

Hö? Was hat denn das Nichtbestehen einer Klausur für Konsequenzen? Bei mir an der Schule ist es egal, ob man eine gute oder eine schlechte Note schreibt, es ist halt für einen selbst die Kontrolle, ob man den Stoff begriffen hat oder eben nicht.

Oder studierst du?


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89608

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Norina Lauer
Teilnehmer

Hallo,

das wäre aber seltsam, wenn das NIchtbestehen einer Klausur nie eine Konsequenz hätte. Die innerhalb einer Fachschulausbildung stattfindenden Prüfungen sind dazu da, dass die Schule zum Staatsexamen dem zuständigen Regierungspräsidium nachweisen kann, dass der/die Schüler/in die Ausbildung mit Erfolg durchlaufen hat und zur Prüfung zugelassen werden kann. Im Ausbildungsvertrag sollte definiert sein, welche Konsequenzen bei einem Nichtbestehen folgen (z. B. wie viele Wiederholungen der Prüfungsleistung sind möglich, wie viele Prüfungen können maximal mit nicht bestanden bewertet werden…). In der LogAPrO ist das allerdings nicht genau definiert, daher kann es durchaus Ausbildungsstätten geben, die das lockerer handhaben. Ich kenne aber viele Schulen, bei denen das gut geregelt ist. In einem Logopädiestudium ist das tatsächlich sehr genau über die jeweilige Prüfungsordnung geregelt. Ohne die wird ein Studiengang gar nicht erst akkreditiert. Ich würde es für risikoreich halten, wenn Prüfungen innerhalb einer Ausbildung nie eine Konsequenz hätten, da es dann im Staatsexamen ein böses Erwachen geben könnte, wenn dieses nicht bestanden werden sollte.

Insofern würde ich Lemming raten, sich mal mit der Schulleitung oder einer Vertrauensdozentin zu unterhalten und herauszufinden, woran das Nichtbestehen lag, was wie nachgearbeitet werden kann, welche Prognose die Ausbilder stellen und welche Konsequenzen sich aus dem Nichtbestehen ergeben.

Viele Grüße

Norina Lauer


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89609

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Foxxy
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Naja klar, letztendlich entscheiden die Noten schon, ob man zugelassen wird oder nicht, ich hab mich falsch ausgedrückt. Ich meine eher, dass es nicht besonders tragisch ist wenn man mal eine Klausur verhaut – deswegen droht einem noch lange nicht, nicht zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden.


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89610

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Foxxy
Teilnehmer

(Zumal letztendlich sowieso nur die Noten in der Abschlussprüfung entscheiden, mit welchem Notenschnitt man die Ausbildung beendet. Das meinte ich eher mit „es ist egal, welche Noten man schreibt“, auch, wenn ich mich da in der Wortwahl vergriffen hatte. Die Noten zählen halt einfach nicht ins „Endergebnis“ mit herein, sondern entscheiden halt darüber, ob man zur Prüfung zugelassen wird oder nicht und bieten aber für einen selbst auch noch mal die Kontrolle, ob man den Lernstoff begriffen hat oder nicht.)


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89611

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Norina Lauer
Teilnehmer

Hallo Foxxy,

danke für die Klarstellung. Und es stimmt, dass für die Noten des Staatsexamens letztlich nur die abschließenden Noten zählen, nicht aber die während der Ausbildung erzielten Noten. Trotzdem sind wiederholt schlechte Noten in Klausuren innerhalb der Ausbildung ein wichtiges Warnzeichen, denn im Staatsexamen steht man dann ja noch vor der Herausforderung, dass man in kurzer Zeit viele Prüfungen in vielen unterschiedlichen Fächern hat. Insofern sollte man gut analysieren, woran es liegt, wenn man eine Klausur nicht bestanden hat, um aus den Fehlern für die nächsten Prüfungen zu lernen.

Viele Grüße

Norina Lauer


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89612

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Lemmling
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Hallo,

ersteinmal vielen Dank für die Antworten.

Jetzt weis ich aber nicht ob ich alles richtig verstanden haben.

1. Das Klausuren nichts mit der Staatsexamen zu tun haben- es sei denn ich stehe zwischen 2 Noten – OK habe ich verstanden.

2. Aber wenn ich sonst alle Klausuren bestehe und nur in einem Fach nicht – was ich selbstverständlich versuche durch üben zu schaffen-

gesetzt den Fall ich schaffe aber diese eine Klausur nicht. So muss ich nicht die Schule verlassen. Richtig oder Falsch?

Viele Grüße

Lemmling


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89613

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Norina Lauer
Teilnehmer

Hallo Lemmling,

beides wurde nicht ganz korrekt verstanden.

1. Klausuren oder andere Prüfungen innerhalb der Ausbildung werden erstmal gar nicht in die Notengebung des Staatsexamens einbezogen. Für das Staatsexamen gelten nur die dort erreichten Noten im schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Wenn man „zwischen zwei Noten steht“, wird streng genommen gerundet (was im praktischen Examen der Fall sein kann), also z. B. bei 2,5 auf 3, da es im Staatsexamen nur ganze Noten als Endnote einer Prüfung geben darf. Es kann aber durchaus sein, dass der Prüfungsausschuss in Ausnahmefällen beschließt, dass die Note auf 2 festgesetzt wird, wenn Übereinstimmung darin besteht, dass die Leistungen des Prüflings innerhalb der Ausbildung immer ein deutlich besseres Niveau gezeigt haben. Im mündlichen und schriftlichen Teil wird die Note gemittelt.

2. Es kann hier ohne Kenntnis der schulischen Regelungen weder gesagt werden, ob die Ausbildung abgebrochen werden muss, noch ob die fortgeführt werden kann. Es wird hierzu eine Regelung an der Schule geben, die auch Teil des Schulvertrags sein sollte. Daher muss im individuellen Fall gefragt werden, welche Konsequenzen aus dem Nichtbestehen einer Klausur erfolgen. Vielleicht muss man nur eine bestimmte Anzahl von Prüfungen bestehen oder man kann eine Prüfungsleistung durch eine andere ausgleichen oder man hat eine bestimmte Anzahl an Wiederholungen für eine Prüfung etc. Das muss man definitiv mit der Schule klären, da dies nicht in der LogAPrO geregelt ist und somit in diesem Forum keine konkrete Aussage dazu getroffen werden kann.

Viele Grüße

Norina Lauer


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89614

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Caro
Teilnehmer

Hallo Lemmling,

das mal etwas schief geht, pasiert vielen. Setz Dich nicht so unter Druck. In meiner Klasse ging es im ersten Jahr vielen so, dass sie erst einmal lernen mussten, wie man überhaupt richtig lernt. Mir ging es ebenso, vor allem in Anatomie. Vielleicht solltest Du da mal verschiedene Lerntechniken ausprobieren und fragen wie es die anderen machen. Es geht sicher nicht nur Dir so. Wer offen spricht erfährt oft Erstaunliches.

Bei mir haben sich z.B Lern-Karteiarten bewährt. Man reduziert den Stoff aufs Wesentliche. Dabei lernt man also quasi schon. Die Karten dann durchzuarbeiten, ist sehr motivierend, weil Du genau im Überblick hast, was Du schon kannst und was noch vor Dir liegt. Es ist meiner Meinung nach von der Masse her überschaubarer als ein dicker Hefter. Diese Lernkarten kannst Du dann auch prima beim Examen zum Aufrischen verwenden.

Steck den Kopf also nicht in den Sand, sondern lerne etwas über Dich. Das ist als Therapeut ohnehin eine sehr wichtige Eigenschaft. Aus Fehlern zu Lernen ist nicht das Schlechteste. Es ist ebenso eine Chance. :-) Nur Mut.

Liebe Grüße


vor 8 Jahre, 3 Monaten #89657

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