ProfilbildPatty
Teilnehmer

Hallo liebe leute. ich hab vor demnächst als Honorarlogopädin mich zu bewerben. Ich arbeite seit vier Jahren und hab viele Qualifikationen vorzuweisen. Aber eben Arbeit nur auf Festsatz. Nun würde ich gerne wissen wie das so abläuft und was ich da mit meinem zukünftigen Arbeitgeber verhandeln kann?! Ich hab mal so was von einer Prozentrechung 70/30 gehört. Also ich bekomme 70% vom Rezeptwert und der Arbeitgeber 30%. Stimmt das? Wer kann mir dazu auskunft geben?

Lg

Patty


vor 7 Jahre #86710
ProfilbildPatty
Teilnehmer

Ich nochmal, wer kann mir gleich noch sagen wie das dann mit den Steuern aussieht. Also wie viel muss ich davon dann der steuern zahlen?


vor 7 Jahre #89080
ProfilbildNorina Lauer
Teilnehmer

Hallo,

ich würde dazu empfehlen, direkt einen Steuerberater anzusprechen, da dieser sicher die verbindlichsten Aussagen dazu machen kann. Auf jeden Fall ist zu beachten, dass es sich keinesfalls nur um einen Arbeitgeber handeln darf, bei dem man über Honorar bezahlt wird, da es sich sonst um eine Scheinselbstständigkeit handelt.

Viele Grüße

Norina Lauer


vor 7 Jahre #89081
ProfilbildPatty
Teilnehmer

Also das heißt das ich bei mehreren als Honorarlogopädin arbeiten muss, oder wie soll ich das sonst verstehen? Ich weiß aber auch von vielen Physio´s das die nur bei einer stelle auf Honorarbasis arbeiten.


vor 7 Jahre #89082

Bei nur einer Praxis als Honorarkraft zu arbeiten wird dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Scheinselbständigkeit ausgelegt. Du kannst allerdings bei der Berufsgenossenschaft eine Einstufung beantragen. Damit solltest du dann auf der sicheren Seite sein.

Zu bedenken bei dieser Art der Geschäftsbeziehung ist auch, dass du tatsächlich selbständig bist, mit allen Nachteilen, die das für dich haben kann: private Krankenversicherung, schlechtere Chancen auf Privatkredite, Zusatzkosten durch Steuerberater etc.

Aber wenn man mehrere Auftraggeber hat, hat man auch einen sehr abwechslungsreichen Arbeitsalltag. :)


vor 7 Jahre #89083
ProfilbildPatty
Teilnehmer

Vielen Dank nochmal für eure ganzen Antworten


vor 7 Jahre #89084
ProfilbildEvaBiereder
Moderator

Wenn Du Privatpat. hast und diesen selbst eine Rechnung stellst, so gelten die als eigene Auftraggeber. Sollten aber schon etwas mehr als 3 sein ;-)

Außerdem hast Du als Sebständige/r ja auch die Möglichkeit, Kurse und Vorträge auf eigene Rechnung anzubieten.

Such Dir nen Steuerberater, der etwas Ahnung vom Heilmittelerbringer”gewerbe” hat, dann ist Dir sicher schon viel geholfen!

Grüße

Eva


vor 7 Jahre #89085
ProfilbildLaura_89
Teilnehmer

Ich bin nach der Ausbildung neben einem Aufbaustudium auf Honorarbasis als Logopädin tätig. Nun steht die erste Steuererklärung an. Da ich unter 17500 liege brauche ich nur eine informelle Auflistung der Einnahmen und Ausgaben abgeben, um meinen Gewinn zu ermitteln. Steht irgendwo was genau man alles als Ausgaben abrechnen darf? Also vllt auch sowas wie Anteile der privaten Telefonrechnung weil ich dort auch Patienten anrufe, Büromaterialen, Studiengebühr? Wie ist das außerdem mit dem Wegegeld. Darf ich die 30ct pro km auf dem Weg zu Praxis auch abziehen, wenn ich mit der Bahn fahre und dafür mein Studententicket verwende?


vor 6 Jahre, 9 Monate #89411
ProfilbildJulius
Teilnehmer

Ich kann dir nur raten, ALLES, was irgendwie in Frage kommen könnte, mit zu verrechnen. Und wenn du ein Butterbrot während der Arbiet isst oder einen Kugelschreiber um Papiere zu unterschreiben. Schließlich zahlst du sonst Steuern für etwas, was du nicht müsstest.


vor 6 Jahre, 9 Monate #89475
ProfilbildGaenseblmchen
Teilnehmer

Hallo,
also ich kenne nur noch wenige die sich auf Honorarkräfte einlassen. Einfach aus dem Grund, weil der Arbeitgeber, selbst bei einer Überprüfung durch die Rentenversicherung zu Beginn der Beschäftigung, kein Schutz vor Nachforderungen hat.
Es kann sein, dass bei einer erneuten Überprüfung einige Jahre später, die Rentenkasse anders entscheidet und in diesem Fall der Arbeitgeber rückwirkend Sozialversicherungsabgaben bezahlen muss. Das kann man als finanziellen Ruin bezeichnen.
Um alles einigermaßen sicher zu machen, müsstest du auf jeden Fall auch Miete bezahlen, eigene Werbung etc. damit du auch ein unternehmerisches Risiko hast. Es reicht nicht aus nur mehrere Abrechnungspartner zu haben.
Das hat mir ein Jurist, der auf Heilmittelerbringer spezialisiert ist, erklärt.
Grüße


vor 4 Monate, 1 Woche #96562
Profilbildsetra
Teilnehmer

Ich muss Gänseblümchen Recht geben.
Bei den Physios gibt es dazu bereits Gerichtsurteile, weiß jetzt leider den Link nicht.
Dort wird es als illegales Arbeitsverhältnis bezeichnet.
Ich persönlich biete keinem Logopäden an, bei mir auf Honorarbasis zu arbeiten, weil es ungerecht für den Arbeitgeber ist.
Auf Honorarbasis arbeitende Logopäden haben während ihres Urlaubs z.B. keine finanziellen Verpflichtungen (Miete zzgl. der laufenden Kosten), als Arbeitgeber laufen meine Kosten weiter.

Rückwirkend geforderte Sozialversicherungsabgaben werden nicht auf den tatsächlichen Zeitraum der Beschäftigung berechnet, sondern in erhöhtem (Wucher-)Rahmen eingefordert. Beim Arbeitgeber!!!!

Grüße
Karin


vor 3 Monate #96574
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