Logopädie-Forum

Hat ein GdB 70% Einfluß auf HMV?

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EvaBiereder
Moderator

Wir bekommen demnächst eine Pat, Z.n. Apoplex.

Was wir bisher wissen sind Dysphagie, Facialisparese, Aphasie – den Bericht der Kollegin aus der B-Reha bekommen wir noch.

Die Pat. hatte bereits vor dem Apoplex einen Schwebehindertenausweis mit einem GdB von 70%.

Fällt sie damit dem Arzt aus der Richtgröße?
Kann ihr der GdB für die Ausstellung von HMV ( sie braucht auch Physio und Ergo, da käme einiges zusammen ) hilfreich sein?

Eine Genehmigung langfristiger Heilmittelbehandlungen nach § 32 Abs. 1a SGB V in Verbindung mit § 8 Abs. 5 Heilmittel-Richtlinie geht ja bei dem aktuellen Störungsbild nur bis 1 Jahr nach Apoplexdatum…das wären noch nicht mal 10 Monate.

Die Heilmittelversorgung von Schwerbehinderten ist im Zweifel ( wenn überhaupt ) bestimmt außerhalb des HMK geregelt.

Ich weiß ( noch ) nicht, warum sie einen Schwerbhindertenausweis hat.
Sie hat eine engagierte Tochter, die bestimmt in die Bütt geht, sofern wir herausfinden, wo.

Weiß da jemand von Euch was Hilfreiches, bevor ich dem Versorgungsamt und der Behindertenbeauftragten auf den Zeiger geh?

Ach ja, Bundesland ist Bayern.
Grüße
Eva


vor 6 Jahre, 7 Monate #90875

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Terrorkruemel83
Moderator

Ich hatte eine Patientin mit GdB 80% und dieser wurde nicht bei den HMV berücksichtigt. Die Verordnungen gingen normal wie bei jedem anderen Patienten zu Lasten des Arztes. Ob es andere Fälle gibt, weiß ich nicht.

Vielleicht kannst du uns mal auf dem Laufenden halten.


vor 6 Jahre, 7 Monate #90879

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EvaBiereder
Moderator

Danke Dir für die Rückmeldung.
Meine Befürchtung ist ja, daß das Eine mit dem Anderen nicht verknüpfbar ist, aber meine Hoffnung schaut anders aus ;-)
Sollte ich etwas in Erfahrung bringen, dann werde ichs posten!
Grüße
Eva


vor 6 Jahre, 7 Monate #90880

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Mugel
Teilnehmer

Ich habe es so verstanden, dass Langfristgenehmigungen dann beantragt werden, wenn die zu erwartende Behandlungszeit aufgrund der Art und Schwere der Störung voraussichtlich den Regelfall überschreiten wird. Beantragen muss der Patient bei der Krankenkasse selbst, allerdings erst frühestens zwei Termine vor Ende des Regelfalles. Bearbeitet die KK nicht innerhalb von 4 Wochen, gilt der Antrag automatisch als genehmigt. Das lässt man sich dann aber von der Kasse auch nochmal schriftlich geben. Dann kann der Arzt ein Jahr lang Verordnungen extrabudgetär ausstellen.

Gute Infos dazu bekommt man von der Firma buchner dazu.


vor 6 Jahre, 7 Monate #90881

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