ProfilbildTine_denkt
Teilnehmer

Hallo liebe Community,
ich bin relativ neu in der Logopädie, bin seit MItte September 2018 in einer Praxis angestellt und fühle mich dort auch wohl, netter Chef, nette Kollegen.

Ich wollte aber mal fragen, was ihr so von den Konditionen meines Arbeitsvertrages haltet:
– 30-Stunden-Vertrag (=30 TE)
– Gehalt: 1400 € brutto (in der Probezeit von drei Monaten 1235 € brutto)
– geldwerter Vorteil von 44 € (anteilig für Monatsmarke), 2 € HB-Pauschale und KM-Geld 0,30 € = ca. 1183 € netto
Ist das angemessen?

Umgerechnet erhalt ich einen Stundenlohn von 10,73 €. Mir erscheint das nicht sehr viel, vor allem wenn man bedenkt, dass sich ja in letzter Zeit doch ein wenig was bewegt in der Heilmittelerbringer-Branche…

Ich bin in Sachsen angestellt und die AOK hier (die ja zu den Kassen gehört wo viele Patienten versichert sind) zahlt seit dem 1. Januar 2019 44,90 € die 45-min-Einheit. Ich mit meinen 10,73 € Stundenlohn würde davon ja nur ca. 23,9 % sehen. Gibt es da eine Regel? Ich hab mal gelesen von einer 40/60-Verteilung, also 40 % AN, 60 % AG…da würde mir ja bedeutend mehr zustehen. Ich weiß halt nicht von welchem Kassensatz mein Chef ausgegangen ist, er ist nämlich manchmal auch ein wenig verpeilt und ich glaube er hat das lange nicht angepasst (meine eine Kollegin ist seit August 2017 da und bekommt den gleichen Stundenlohn), aber nicht weil er sich die Taschen vollstecken will, sondern weil er sich bisher einfach nicht drum gekümmert hat.

Und noch eine Frage zum Thema Therapieausfälle und Hausbesuche: eine kurzfristig abgesagte Therapie nimmt mein Chef auf seine Kappe pro Woche, die anderen werden als Minusstunden gerechnet. Geht rechtlich glaub ich nicht klar, oder? Und dann auch noch bezüglich Wegezeiten, es zählen bei uns nur die geleisteten Therapien, für die Wege zu HBs bekomme ich quasi nichts, d.h. ich bin manchmal auch allein schon wegen HBs 2-3 Stunden länger am Arbeiten und da ich für alles etwas länger brauche noch mal 2-3 Stunden länger, d. h. ich bin meist 35-36 Stunden am Arbeiten. Die Zeit, die ich noch länger brauche, stört mich nicht so, aber das mit den HBs. Wie kann man das günstiger regeln? Wegezeit ist ja eigentlich Arbeitszeit, d.h. an einem Tag, an dem ich schon 45 min zu HBs unterwegs bin, müsste ich ja dann eigentlich eine Therapie weniger machen, oder?

Danke für eure Rückmeldungen.


vor 2 Wochen, 1 Tag #96645
ProfilbildThea123
Teilnehmer

Hallo,
Hausbesuche werden meistens pauschal als 1,5 TE angerechnet. Bei 30 Stunden Vertrag wären das dann 30 Therapien in der Praxis ODER z.B. 24 Therapien in der Praxis + 4 Therapien im Hausbesuch.
Wie lange geht deine Probezeit noch? Kannst du das Ende der Probezeit zum Anlass nehmen nachzuverhandeln?
Bist du in einem Berufsverband? Was empfiehlt dein Berufsverband als Vergütung? Der dbs empfiehlt z.B. (Stand 2018) für Sachsen 2100 bis 2500 € Brutto für eine Vollzeitstelle. Mittlerweile ist die Vergütung durch die KK natürlich auch schon wieder gestiegen.
Du bist über die Vergütung der Therapien gut informiert. Nutze dein Wissen um in der Gehaltsverhandlung damit zu argumentieren.
Hast du bezahlte Fortbildungstage und bekommst Fortbildungen bezahlt? Auch dies kann ein Teil der Vergütung sein.
Viel Erfolg!


vor 2 Wochen #96646
ProfilbildLogopaede
Teilnehmer

Geht doch zusammen zum Chef!
Der soll mal ruhig noch ein paar Euros drauflegen.
Schlag ihm doch mal vor, dass du die Abrechnung für ihn machst.

10.73€ man, man, man.
Hoffentlich lesen das hier die Mädchen, die Logopädin werden wollen.


vor 1 Woche, 4 Tagen #96654
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