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Dysphagie mit grünem Schleim

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setra
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Hallo,
ich habe eine 77jährige Patientin, die in den letzten 4 Jahren insgesamt 25 kg aus medizinisch ungeklärter Ursache abgenommen hat. Nun wurde sie in der Klinik genauer untersucht.
Diagnose:
Schluckstörung a.e. durch Verknöcherungen der HWS
Dickdarmvertikel
grüner und grauer Star
Bandscheibenvorfall
künstliche Hüfte
Migräne
Die FEES-Untersuchung zeigte:
– viele zähe Schleimresiduen, nicht vollständig zu reinigen.
– Pharynxhinterwand von außen imprimiert (gedrückt).
– Mundsoor
– Beim Schlucken von angedickter Flüssigkeit gute Boluskontrolle
Residuen vallekulär, mehrfaches Nachschlucken notwendig.
– Bei nichtangedickter Flüssigkeit gute Boluskontrolle, keine Residuen, keine Aspiration.
– Beim Schlucken von Brot gute Boluskontrolle aber überall Residuen, v.a. im Sinus piriformis links und vellekulär. Ebenfalls häufiges Nachschlucken und Trinken notwendig.
– Schluckmanover aufgrund der eingeschränkten HWS-Beweglichkeit nicht effektiv durchführbar.
– Auf Höhe von HWS 5/6 kommt es bei der Patientin zu einer Verlagerung des Ösophagus bzw. Hypopharynx nach rechts ventrolateral.

Nun meine Fragen:
Was kann ich logopädisch tun, wenn die Schluckmanöver nicht durchgeführt werden können?
Im Bericht steht auch – so nebenbei – dass die Patientin kaum noch in Anwesenheit von anderen Menschen essen will, weil sie sich grundsätzlich verschluckt und dabei oft grüner Schleim austritt. Ich glaube, der Schleim wurde nicht untersucht. Ich recherchierte Im Internet und las, dass dieser Schleim auf eine Lungenentzüngung hinweisen kann. Stimmt das? Gibt es noch andere Erklärungen?

Ich hoffe auf eure Mithilfe.
setra


vor 6 Jahre, 3 Monaten #94764

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