Logopädie-Forum

Bildung des uvulären /r/ bei asiatischer Patientin

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Tine_denkt
Teilnehmer

Liebe Community,

ich bin noch nicht so lange im Berufsleben als Logopädin und erhoffe mir hier HIlfe. Ich habe eine „Patientin“, die auf einer Seite fast nichts hört und deswegen von ihrem HNO-Arzt Logopädie verschrieben bekommen hat. Ich habe mir ihr ein paar Hör-Übungen gemacht und sie kann sehr gut mit dem anderen Ohr kompensieren.
Der eigentliche Grund warum sie zum Logopäden kommt, ist, weil sie als Asiatin das /r/ korrekt aussprechen möchte. Sie war jetzt schon ein paar Mal da, aber es will nicht so recht klappen.

Ich habe mit ihr gegurgelt um zu erspüren wo das /r/ gebildet wird, ihr erklärt wie es gebildet wird, Artikulationsort und -Art etc. BULA-ähnliches haben wir auch schon probiert, auch geklärt, dass im Deutschen nicht überall wo ein R steht auch eins artikuliert wird (bspw. beim vokalisierten /r/). Bei ihr kommt immer eher so ein /ch2/, wenn sie versucht ein /r/ zu bilden, also das Reibegeräusch, nur eben nicht stimmhaft. Haben versucht darüber abzuleiten, aber es will nicht richtig.

Habt ihr da vielleicht noch Ideen? Noch zur Info: Sie ist seit langer Zeit in Deutschland, 41 Jahre alt, versteht und spricht sehr gut deutsch (nur eben prosodisch und artikulatorisch mit asiatischem „Einschlag“). Kann man ab irgendeinem Alter das vielleicht auch nicht mehr lernen. Ich z. B. kann das gerollte /r/ nicht bilden.

Vielen Dank für hilfreiche Vorschläge.


vor 7 Monate #96642

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Logopaede
Teilnehmer

Hi,
wenn die Dame das /ch2/ schon sagt, dann ist sie ja auf einem guten Weg.
Eigentlich bräuchte sie ja nur noch den „Ton anmachen“.
Vielleicht diskriminierst du mal stimmhafte und stimmlose Laute /f/ und /w/, /ss/ und /s/ damit sie den Unterschied bemerkt.


vor 6 Monate, 1 Woche #96655

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