Funktionales Stimmtraining



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    LaFleur
    Mitglied

    Hi ihr,

    wenn ich bei o.g. Konzept bei der Singstimme starte, bleib ich ja beim Brustregister.
    Wir haben jedoch aufgeschrieben, dass man bei der Singstimme noch "Terzsprünge" machen soll, das leuchtet mir grad nicht ein. Widerspricht sich das nicht eher? Denn wie merke ich dann wann das Brustregister nun Kopfregister ist?! Sprich, wenn ich die Vokalketten phonieren lasse, muss ich immer höher werden?!

    Oder steh ich auf dem Schlauch?

    Noch was: Was unterscheidet denn genau das Göttinger vom Erlanger Konzept? Kann irgendwie nichts entscheidendes rauslesen... Außer dass das Göttinger mit "oa' " und Erlanger mit "oao" als Vokalketten arbeitet.

    LG

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
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    Deiferl
    Mitglied

    Hallo!

    Die Terzsprünge betreffen den Tonhöhenwechsel innerhalb der Vokalkette. Z.b. bei Uau: du startest bei U auf c1, das a auf g1, das u wieder auf c1. Die nächste Vokalkette startest du dann einen Ton höher oder tiefer, also zum Beispiel auf d1.
    Klar wirst du beim FST höher. Es geht ja darum, die Stimmlippen vielfältig zu trainieren. Und höherer Ton bedeutet höhere Spannung. Du merkst denn Wechsel in die Kopfstimme normalerweise am Registerbruch, aber den muss man einfach ignorieren und weitersingen, bis man drüber ist.

    Ich kann nur sagen, dass das Erlanger Modell sehr stark den Baustein "Transfer" im Konzept hat und damit auch schon sehr früh startet.

    lg

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
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    LaFleur
    Mitglied

    Hi Deiferl,

    danke! Ich habs immernoch nicht so ganz gepeilt.... Also das mit dem Höhenwechsel innerhalb der Vokalkette ist mir nun klar. Macht man das gleich bei den kurzen Vokalketten, oder verlängert man die erst und wechselt dann die Tonhöhe? (also aus "uau" wird "uauauau")
    Aber wie meinst du das, dass die nächste Vokalkette einen Ton höher oder tiefer startet? Was nun? :)
    Und das Register darf man doch wechseln, nicht im Brustregister bleiben?

    Ok, Transfer in den Alltag? Wie kann das aussehen? Sätze mit unterstützender Bewegung und so?

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
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    murmel
    Mitglied

    Hallo,

    wenn du um die Indifferenzlage oder auf einem dem Patienten angenehmen Ton anfängst (in der Bruststimme) kannst du zunächst höhere Töne nehmen.
    Allerdings ist das ja begrenzt, dann gehste wieder nach unten.
    Und ob du die Tonhöhe veränderst oder die längeren Vokalketten zuerst machst, ist, glaube ich, eigentlich egal.
    Im Grunde geht es ja auch um die Flexibilität zwischen hohen und tiefen Tönen, bzw. die Einstellungen und Spannungszustände der Stimmlippen.
    Muss man eben ausprobieren, was beim Patienten gut klappt, bzw. woran noch zu arbeiten ist.
    Kann man nicht auch verschiedene Vokale nehmen? iai, oau, eou, usw.
    Und den Transfer in den Alltag kann man wie beim Resonanzaufbau machen, Wörter, Ausrufe, kurze Sätze, Gedichte, Texte, usw.
    Vielleicht vorher und/oder hinterher Erinnerungssilben einfügen und diese dann nach und nach weglassen.
    Dazu kann man sicher ähnliche Bewegungen machen, wie vorher mit den Vokalketten auch.
    Bei manchen Patienten hat man irgendwann ein AHA-Erlebnis und genau eine Bewegung klappt dann super. Die muss man dann natürlich wieder abbauen, bzw. für den Transfer auch variieren, da man im Alltag ja auch in verschiedenen Positionen spricht.
    Evtl. kann man noch mal einen Therapiebaustein einschieben, in dem es um die optimale Position fürs Sprechen geht, sodass der Patient z.B. vor dem Telefonieren sich aufrecht hinsetzt oder sowas.

    Grüße

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
  5. avatar

    LaFleur
    Mitglied

    Danke :)

    Wo wir grad dabei sind: Was würdet ihr fachlich schreiben/erklären, was die Ursache eines zu geringen Stimmumfangs ist? Kann man sagen, dass es Unmusikalität ist? Und anatomisch gesehen?

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
  6. avatar

    EvaBiereder
    Mitglied

    naja, überleg doch mal, wie die SL arbeiten/funktionieren müssen, um hohe/tiefe Töne zu singen. Und wenn Du dann weitergrübelst, wodurch das denn verhindert werden kann, dann kommst bestimmt drauf ;-)
    Grüße
    Eva

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
  7. avatar

    LaFleur
    Mitglied

    Die Stili müssen halt ihre Spannung ändern, oder? Sprich: Tiefer Ton = entspannte Stili und umgekehrt
    Tja, aber wodurch wirds verhindert? :) Durch übermäßige Spannung im KK-Bereich => keine tiefen möglich?

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
  8. avatar

    Deiferl
    Mitglied

    Naja, ist doch eigentlich logisch: bei einer Hypo hast du zuwenig Spannung in den SL, das heißt, es sind keine Höhen möglich.
    Bei Hyper isses genau anders rum, es ist zuviel Spannung und die Tiefen sind eingeschränkt

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
  9. avatar

    LaFleur
    Mitglied

    Dankeschön!
    So, eine LETZTE Frage habe ich noch :)

    Was ist bei den einzelnen Sparten der Therapie (man gliedert ja in die Bereiche z. B. Atmung, Haltung,..) der genaue Unterschied zw. Artikulation und Phonation? Klar, Artikulation ist eher die Ausformung der Laute, Phonation das Stimmliche. Aber was soll man denn bei Artikulation groß schreiben und machen, außer z. B. mit einem Korken zu sprechen? Gibt es da bestimmte Konzepte? Denn sowas wie das Erlanger Modell hier oder auch das Kausummen gehört ja eher zur Phonation, oder lieg ich da falsch? Und klar, auch dabei guckt man ja, dass der Pat. die Laute schön ausformt (mit den Lippen z. B.), oder beim Summen, dass der Stimmsitz vorkommt, was dann wiederum etwas artikulatorisches ist....

    Danke danke :)

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
  10. avatar

    Deiferl
    Mitglied

    Artikulation kannst du zum Beispiel auch durch Bläh- und Kausilben üben, denn es geht ja um die Ausformung. Außerdem geht es dabei auch um Resonanz, also auch um Nasenresonanz. Man kann dem Pat. das erspüren lassen. Noch ein Ziel isses, die Nutzspannung in dem Bereich herzustellen, da gehören Dinge dazu wie passive Lockerung oder Lippenflattern.

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #
  11. avatar

    LaFleur
    Mitglied

    Um ganz vom Thema abzukommen ;- ))
    Weiß jemand, was bei der Federung nach Fernau-Horn gemacht wird?? Soll ja bei Lähmungen ganz gut sein.
    Ist das dieses "Säckchen werfen"??

    Veröffentlicht vor 1 Jahr #

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