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Hallo ihr Lieben,

ich bin im Bereich Dysphagie noch etwas unsicher und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir mit ein paar Ratschlägen weiterhelfen könntet. Konkret geht es um zwei Patienten.

1) Eine Patientin von mir verschluckt sich regelmäßig einmal in der Therapiestunde. Ich habe in der letzten Stunde zu Beginn auf Residuen im Mundraum untersucht, aber keine sehen können, was für mich den Schluss nahelegt, dass sie sich am Speichel verschluckt. Aber ist es dann nicht ungewöhnlich, dass es nur einmal in der Stunde passiert und nicht öfter? Ich weiss nicht, ob es relevant ist, dass sie eine geistige Beeinträchtigung und einen ständigen Zungenvorstoß hat und ob das Verschlucken evtl damit zu tun haben könnte? Wie würdet ihr hier weiter vorgehen? Die Patientin selbst sieht hier keine Schwierigkeiten und blockt ab, wenn man in die Richtung etwas sagt. Lungenentzündungen hatte sie nicht in letzter Zeit, andere Konsistenzen gingen beim Schluckversuch auch gut. Einmal hatte sie nach einem Schluckversuch noch Residuen im Mund, konnte sie aber auf Nachfrage wegschlucken.

2) Ein anderer Patient von mir hat eine FEES gemacht, welche besagt, dass das Material in den Kehlkopfeingang gelangt, aber durch Husten wieder entfernt werden kann. Es wurden angedicktes Wasser, normales Wasser und Brot gestest. Der Patient verschluckt sich bei verschiedenen Konsistenzen. Da zu Beginn der Therapie das Trinken als größtes Problem benannt wurde, habe ich das Manöver chin tuck mit dem Patienten eingeübt, zudem mache ich Zungenübungen, Übungen zur Kehlkopfhebung, zum Stimmlippenschluss. Wenn ich mit ihm in der Stunde Schluckversuche mache, klappt alles gut und er verschluckt sich nicht. Nach Angabe des Patienten und der Frau verschluckt er sich aber trotzdem mehrmals täglich an verschiedenen Konsistenzen. Ich weiss nicht genau, wo hier der Ursprung der Schluckstörung liegt, also welcher Bereich des Schluckens nicht funktioniert. Ich dachte es ginge um die Auslösung des Schluckreflexes, da auch der Würgreflex nicht ausgelöst werden konnte (der Patient hat eine beginnende Demenz, ich dachte das hängt vllt damit zusammen). Wie würdet ihr hier weiter verfahren?

Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße :)


vor 1 Monat, 1 Woche #96313
Profilbildsahie01
Teilnehmer

Hat vielleicht jemand eine Idee? Zu dem ersten Fall habe ich schon Anregungen von Kolleginnen bekommen, beim zweiten Fall wäre ich sehr dankbar für Tipps.

Viele Grüße :)


vor 1 Monat #96318
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