Minijob
Hallo!
Berufseinsteigerin ist verwirrt und hat ein paar Fragen:
Ich beginne in dieser Woche einen Job in einer Praxis.
Die Stelle war ausgeschrieben als TZ - Stelle ( zwei Tage in der Woche ).
Beim Vorstellungsgespräch ging es v.a. darum, geeignete Tage zu finden, an denen ich arbeiten kann; versäumt wurde hierbei allerdings, über finanzielle Angelegenheiten zu sprechen. Alles ging sehr schnell...auch über die Art der Anstellung bzw. des Vertrages wurde nicht gesprochen.
Ich habe mich so sehr über die Zusage gefreut, dass ich diese wichtigen "Details" vollkommen vergaß. Darum rief ich in der Praxis an, um nachzufragen. Dabei ergab sich, dass die Praxisinhaberin mich auf Honorarbasis anstellen wollte, was nicht geht, da ich leider nicht über eine weitere Anstellung verfüge ( Stichwort Scheinselbständigkeit ).
Nun möchte man mich als 400 - Euro - Kraft einsetzen und ich habe nicht wirklich eine Vorstellung, wie das ganze nun vertraglich geregelt werden soll.
Die "Chefin" gab an, dass dies lediglich ein wenig schwierig sei, da sie noch nicht genau wisse, wieviele Patienten ich in der Woche bekäme...sie müsse dann den Vertrag jedesmal ändern, wenn ich mehr oder weniger Stunden arbeiten würde als die zunächst vereinbarten vier Patienten ( in dieser Woche ). Mir kommt das ein bisschen seltsam vor...ich warte förmlich nur auf den Haken an der Sache.
Klar wäre es für sie günstiger, mich als Honorarkraft zu beschäftigen...ich finde, sie hätte das doch ansprechen müssen, oder sehe ich das falsch?
Ich gebe zu, dass ich wirklich sehr unbdearft und naiv bin, was solch praktische Dinge angeht. Daher möchte ich um einen Rat bitten, wie ich mich nun am schlausten verhalte, damit die ganze Sache nicht nach hinten losgeht...
Sage schon mal Danke
und wünsche allen einen angenehmen Abend!
Berufseinsteigerin ist verwirrt und hat ein paar Fragen:
Ich beginne in dieser Woche einen Job in einer Praxis.
Die Stelle war ausgeschrieben als TZ - Stelle ( zwei Tage in der Woche ).
Beim Vorstellungsgespräch ging es v.a. darum, geeignete Tage zu finden, an denen ich arbeiten kann; versäumt wurde hierbei allerdings, über finanzielle Angelegenheiten zu sprechen. Alles ging sehr schnell...auch über die Art der Anstellung bzw. des Vertrages wurde nicht gesprochen.
Ich habe mich so sehr über die Zusage gefreut, dass ich diese wichtigen "Details" vollkommen vergaß. Darum rief ich in der Praxis an, um nachzufragen. Dabei ergab sich, dass die Praxisinhaberin mich auf Honorarbasis anstellen wollte, was nicht geht, da ich leider nicht über eine weitere Anstellung verfüge ( Stichwort Scheinselbständigkeit ).
Nun möchte man mich als 400 - Euro - Kraft einsetzen und ich habe nicht wirklich eine Vorstellung, wie das ganze nun vertraglich geregelt werden soll.
Die "Chefin" gab an, dass dies lediglich ein wenig schwierig sei, da sie noch nicht genau wisse, wieviele Patienten ich in der Woche bekäme...sie müsse dann den Vertrag jedesmal ändern, wenn ich mehr oder weniger Stunden arbeiten würde als die zunächst vereinbarten vier Patienten ( in dieser Woche ). Mir kommt das ein bisschen seltsam vor...ich warte förmlich nur auf den Haken an der Sache.
Klar wäre es für sie günstiger, mich als Honorarkraft zu beschäftigen...ich finde, sie hätte das doch ansprechen müssen, oder sehe ich das falsch?
Ich gebe zu, dass ich wirklich sehr unbdearft und naiv bin, was solch praktische Dinge angeht. Daher möchte ich um einen Rat bitten, wie ich mich nun am schlausten verhalte, damit die ganze Sache nicht nach hinten losgeht...
Sage schon mal Danke
Hallo,
ich kenne mich zwar in der Arbeitswelt der LogpädInnen nicht aus, aber ich habe einen allgemeinen Tipp:
Bevor man in das Vorstellungsgespräch geht, sollte man sich, gerade wenn man das noch nicht so oft gemacht hat, Notizen machen, um sicher zu gehen, dass alle Belange geklärt werden. Im Gespräch ist man so aufgeregt, da vergisst man, nach den wichtigsten Dingen zu fragen.
Man sollte da auch keine Scheu haben, nach dem Gehalt und den exakten Bedingungen zu fragen, denn irgend so ein Gemauschel verursacht nur Unsicherheit und Frust. Das habe ich selbst erst wieder erlebt und mich hinterher geärgert, mich nicht genau informiert zu haben.
Es ist wichtig, kritisch zu sein, auch wenn man sich über eine Zusage freuen würde. Die Euphorie ebbt nämlich spätestens ab, wenn Job und Bezahlung hinten und vorn nicht stimmen.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg bei der Jobsuche. Es muss ja nicht gleich das Erstbeste sein
Alles Gute
ich kenne mich zwar in der Arbeitswelt der LogpädInnen nicht aus, aber ich habe einen allgemeinen Tipp:
Bevor man in das Vorstellungsgespräch geht, sollte man sich, gerade wenn man das noch nicht so oft gemacht hat, Notizen machen, um sicher zu gehen, dass alle Belange geklärt werden. Im Gespräch ist man so aufgeregt, da vergisst man, nach den wichtigsten Dingen zu fragen.
Man sollte da auch keine Scheu haben, nach dem Gehalt und den exakten Bedingungen zu fragen, denn irgend so ein Gemauschel verursacht nur Unsicherheit und Frust. Das habe ich selbst erst wieder erlebt und mich hinterher geärgert, mich nicht genau informiert zu haben.
Es ist wichtig, kritisch zu sein, auch wenn man sich über eine Zusage freuen würde. Die Euphorie ebbt nämlich spätestens ab, wenn Job und Bezahlung hinten und vorn nicht stimmen.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg bei der Jobsuche. Es muss ja nicht gleich das Erstbeste sein
Alles Gute
Hallo,
ich habe eine Frage zum Thema Minijob. Seit kurzem arbeite ich neben meiner festen halben Stelle noch zusätzlich als Minijobber. Pro Therapie erhalte ich 9€, wenn jem. nicht kommt, trage ich das Risiko und erhalte dann kein Geld. Ich arbeite dort an einem Tag in der Woche und soll eigentlich 10 Therapien machen, damit ich am Ende des Monats auf 360€ komme. Da es häufig Absagen gibt, bekomme ich am Ende des Monats immer ca. 100€ weniger. Also arbeite ich auf Provision...
Nun habe ich mit anderen Minijobbern gesprochen, die bekommen in Niedersachsen ca. 12€ pro Therapie und sind fest angetstellt...
Jetzt ist meine Frage, was zahlt mein Arbeitgeber für mich, wenn ich als Minijobber arbeite. Ich hab das Gefühl, dass ich unterbezahlt werde. Und ich bin davon ausgegangen, dass man bei einem Minijob ungefähr Bruto=Netto bekommt, daher darf man nicht mehr als 400€ bekommen. Was zahlt mein Arbeitgeber beim Minijob noch für mich, laut der Chefin ca. 150€ Sozialabgaben (Krankenversicherung etc.), daher will sie mir nicht mehr bezahlen.
Nach einem weiteren Gespräch mit meiner Chefin bin ich jetzt total verwirrt.....
Ich würde mich über eine Antwort freuen,
viele Grüße, Lilalogo
ich habe eine Frage zum Thema Minijob. Seit kurzem arbeite ich neben meiner festen halben Stelle noch zusätzlich als Minijobber. Pro Therapie erhalte ich 9€, wenn jem. nicht kommt, trage ich das Risiko und erhalte dann kein Geld. Ich arbeite dort an einem Tag in der Woche und soll eigentlich 10 Therapien machen, damit ich am Ende des Monats auf 360€ komme. Da es häufig Absagen gibt, bekomme ich am Ende des Monats immer ca. 100€ weniger. Also arbeite ich auf Provision...
Nun habe ich mit anderen Minijobbern gesprochen, die bekommen in Niedersachsen ca. 12€ pro Therapie und sind fest angetstellt...
Jetzt ist meine Frage, was zahlt mein Arbeitgeber für mich, wenn ich als Minijobber arbeite. Ich hab das Gefühl, dass ich unterbezahlt werde. Und ich bin davon ausgegangen, dass man bei einem Minijob ungefähr Bruto=Netto bekommt, daher darf man nicht mehr als 400€ bekommen. Was zahlt mein Arbeitgeber beim Minijob noch für mich, laut der Chefin ca. 150€ Sozialabgaben (Krankenversicherung etc.), daher will sie mir nicht mehr bezahlen.
Nach einem weiteren Gespräch mit meiner Chefin bin ich jetzt total verwirrt.....
Ich würde mich über eine Antwort freuen,
viele Grüße, Lilalogo
Hallo lilalogo,
erst einmal finde ich 9€ pro Therapieeinheit definitiv zuwenig (hier in NRW bekommst du meist zwischen 12 und 13€). Wenn ich einen Minijobber einstelle, dann zahle ich zu den 400€ Gehalt auch noch ca. 30% Sozialabgaben.
Dann klingt das, was du beschreibst wie eine Honorartätigkeit! Allerdings murksen viele Praxisinhaber gerne irgendwelche Arbeitsverträge zurecht, die dann ein Mischmasch aus Minijob (400€ Basis) und Honorartätigkeit sind.....
Ein Minijob ist eine "geringfügige Beschäftigung" bei der du die 400€ nicht überschreiten darfst - du bist ganz normale Angestellte mit Urlaubsanspruch, alle Sozialabgaben werden bezahlt und du bist weisungsgebunden und somit nicht für Ausfälle verantwortlich! Schau mal im Internet bei der Minijobzentrale nach.
Eine Honorartätigkeit ist eine Stelle, bei der du stundenweise bezahlt wirst, wie ein freier Mitarbeiter. Kommen Patienten nicht, trägst du auch die Ausfälle selber. Der Praxisinhaber bezahlt keine Sozialabgaben.
Wie gesagt, meist gibt es die seltsamsten Mischformen....Allerdings solltest du auf jedenfall nochmal über die Bezahlung sprechen (ist zuwenig) und auch noch mal über die Ausfälle, denn das ist Arbeitgeberrisiko und darf nicht auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden!
Grüße
Aila
erst einmal finde ich 9€ pro Therapieeinheit definitiv zuwenig (hier in NRW bekommst du meist zwischen 12 und 13€). Wenn ich einen Minijobber einstelle, dann zahle ich zu den 400€ Gehalt auch noch ca. 30% Sozialabgaben.
Dann klingt das, was du beschreibst wie eine Honorartätigkeit! Allerdings murksen viele Praxisinhaber gerne irgendwelche Arbeitsverträge zurecht, die dann ein Mischmasch aus Minijob (400€ Basis) und Honorartätigkeit sind.....
Ein Minijob ist eine "geringfügige Beschäftigung" bei der du die 400€ nicht überschreiten darfst - du bist ganz normale Angestellte mit Urlaubsanspruch, alle Sozialabgaben werden bezahlt und du bist weisungsgebunden und somit nicht für Ausfälle verantwortlich! Schau mal im Internet bei der Minijobzentrale nach.
Eine Honorartätigkeit ist eine Stelle, bei der du stundenweise bezahlt wirst, wie ein freier Mitarbeiter. Kommen Patienten nicht, trägst du auch die Ausfälle selber. Der Praxisinhaber bezahlt keine Sozialabgaben.
Wie gesagt, meist gibt es die seltsamsten Mischformen....Allerdings solltest du auf jedenfall nochmal über die Bezahlung sprechen (ist zuwenig) und auch noch mal über die Ausfälle, denn das ist Arbeitgeberrisiko und darf nicht auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden!
Grüße
Aila
Bin nicht aus NRW, unterschreibe aber alles, was Aila gesagt hat!
_________________
www.sprachbaum.net - das soziale Netzwerk für Logopäden & co
bei mir ist es auch so ein mischmasch. arbeite als minijob, aber ausfälle trage ich selber, nur wenn sie kurzfristig absagen dann nicht. aber wenn sie jetzt z.b. nächste woche nicht können (irgendwas ist ja immer mal..) habe ich pech gehabt. und bekomme kein geld . das nervt mich schon. ich werde pro patient, der da war bezahlt und habe daher immer mehr therapien als ich eigentlich bräuchte auf meinem plan, damit ich die ausfälle wieder ausgleichen kann. für den ag ist das natürlich eine gute lösung...
aber irgendwie traue ich mich nicht das ganze anzusprechen, will ja den job behalten. wie würdet ihr das anstellen?
aber irgendwie traue ich mich nicht das ganze anzusprechen, will ja den job behalten. wie würdet ihr das anstellen?
Hallo Jotte,
wenn Patienten rechtzeitig absagen, kannst du dann die Lücken nicht irgendwie füllen, z.B. durch eine Erstuntersuchung, Berichte schreiben etc.?
Und wie ist das geregelt, wenn du mehr Patienten machst und die kommen auch alle? Mehr Geld (als 400€) darfst du ja nicht kriegen - habt ihr da ein Stundenkonto?
Gruß
Aila
wenn Patienten rechtzeitig absagen, kannst du dann die Lücken nicht irgendwie füllen, z.B. durch eine Erstuntersuchung, Berichte schreiben etc.?
Und wie ist das geregelt, wenn du mehr Patienten machst und die kommen auch alle? Mehr Geld (als 400€) darfst du ja nicht kriegen - habt ihr da ein Stundenkonto?
Gruß
Aila
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