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Hartnäckiger Rhotazismus - was tun?

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Hartnäckiger Rhotazismus - was tun?

Tawiisa
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Vorpraktikant
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(Beiträge: 5)

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Beitrag 24.01.10, 16:13

Hallo ihr Lieben, ich habe da mal eine Frage bezüglich meines Patienten.

Er ist etwas über 5 Jahre alt und bereits seit fast 20!!! Stunden bei uns (bei mir und meinem Therapiepartner) in Therapie.
Um das [R] anzubahnen haben wir schon verschiedene Sachen ausprobiert. Große Hoffnung hatten wir uns Gurgeln gelegt, was aber auch nicht geklappt hat. Seit ca. 10 Stunden haben wir nun einen [R]-ähnlichen Laut aus ihm herausgekitzelt, eine Mischung aus [R] und [x]. Allerdings ist der Anteil des [X] meist deutlich höher. Wir haben auch schon versucht, über lautes, leises, langsames etc. Sprechen ihn etwas variabler in der Aussprache des [R] zu bekommen, was auch nicht geklappt hat. Wir arbeiten momentan auf Wortebene mit ihm, in Konsonatenverbindungen klappt das [R] teilweise schon recht gut. Aber initial und medial ist es einfach einem [X] noch viel zu ähnlich. Hat irgendwer eine Idee, wie wir ihn von dem [X] wegbekommen und ihn zu einem [R] leiten können?
Wir wollen ja auch nicht, dass sich das [x] bei ihm manifestiert und er gar nicht mehr davon wegkommt!

Danke!!!

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Hanna
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Cotherapeut
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(Beiträge: 267)

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Beitrag 25.01.10, 22:59

Habt ihr auch phonologisch gearbeitet??

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Tawiisa
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Vorpraktikant
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(Beiträge: 5)

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Beitrag 25.01.10, 23:01

Wie meinst du das jetzt?
Ist ja ne eindeutig phonetische Störung.....

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EvaBiereder
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Fachtherapeut
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(Beiträge: 1721)

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Beitrag 26.01.10, 18:07

Nach Fox sind nur Sigmatismen und Schetismen eindeutig phonetische Störungen...


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setra
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Cotherapeut
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(Beiträge: 131)

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Beitrag 06.02.10, 19:22

Hallo Tawiisa,
mit deiner Frage triffst du auch bei mir einen wunden Punkt. Über das Gurgeln oder Fauchen und über Taktkin habe ich schon versucht, bei meinem aktuellen Kind das /r/ anzubahnen. Ich arbeite nach Fox und das Hören klappt wunderbar. Die Lautbildung schien zunächst auch zu klappen, doch dann kam nichts mehr. (Ersatz mit /h/). Selbst das Krähen von Rabe Socke klappt nicht mehr. Deshalb interessieren mich für deine Fragen die Antworten besonders.

Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass sich Kinder in der Therapie bei der Artikulation von /r/ sehr schwer getan haben. Wenn sie noch eine andere phonologische Störung hatten, ließ ich das /r/ ruhen und arbeitete am anderen Laut. Und plötzlich klappte das /r/.
Bei meinem jetzigen Kind klappt das leider nicht.

Viele Grüße
setra

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Hanna
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Cotherapeut
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(Beiträge: 267)

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Beitrag 06.02.10, 22:32

Hi,

wieviele TE habt ihr denn schon gearbeitet?? Und habt ihr alle drei Phasen nach Fox durchlaufen?
Falls ja, würde ich das Kind in eine Pause schicken und um Wiedervorstellung in ca. 3 Monaten bitten, oft kann sich das Erlernte ja erst in der Pause setzen und sollte er alle drei Phasen gut durchlaufen haben, dürfte das nicht mehr so lange dauern.

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setra
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Cotherapeut
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(Beiträge: 131)

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Beitrag 06.02.10, 23:24

Hallo Tawiisa,
ich glaube, du bekommst gerade die Phasen durcheinander. Phase 1 ist rezeptiv, in der Phase 2 machst du die Lautanbahnung und Produktion. Nach Phase 3 ist die Therapie ja schon beendet.
Ich habe mein Kind schon länger, weil noch andere Bereiche (Grammatik) zu erarbeiten sind. Ich habe deshalb die Stunde gemischt, Phonologie und Grammatik.
Bei einem Kind habe ich viel mehr als 20 Stunden gebraucht (müsste in der Akte nachsehen), bis es endlich geschnackelt hat.
Bei einem anderen Kind habe ich eine Pause gemacht und die Eltern sind in Urlaub. Dort hat mein Junge das erste Mal das Wort "Rezeption" gehört und korrekt wiederholt. Ab da gings aufwärts bei neuen Wörtern, in der Therapie haben wir die "alten" Wörter geübt.
Das ist ja auch die Grundüberlegung. Durch die Fähigkeit, den betroffenen Laut herauszuhören, lernt das Kind die neuen Wörter korrekt. B edi den "alten" hochfrequenten Wörtern muss das motorische Muster verändert und gefestigt werden. Deshalb ist bei Fox auch die Quatschwortebene beim Fremdhören wichtig.
Wenn dies bei deinem Kind gut funktioniert, dann mach eine Pause, wenn du es für richtig hälst.

Viele Grüße
setra

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