Besser eine staatliche oder eine private Berufsfachschule wählen?

Das kann dir keiner sagen. Es hängt doch sehr von deinen individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen ab.

Grundsätzlich gibt es nur einen Unterschied zwischen privaten und staatlichen Schulen.

Staatliche Schulen werden durch den Staat getragen. D.h. dass sie wie reguläre öffentliche Schulen auch im Allgemeinen kostenfrei ausbilden. Allerdings erheben immer mehr staatliche Schulen Gebühren, die sich zur Zeit im Bereich bis max. 100 € bewegen.

Private Schulen werden durch private Unternehmen oder Institutionen getragen. D.h. die Schulen müssen sich selbst finanzieren. Daraus erklärt sich auch, warum die privaten Schulen teilweise so hohe Gebühren erheben.

Sonst gibt es keinen Unterschied: alle Schulen, egal welches Trägers, halten sich an die gesetzlichen Vorgaben für die Ausbildung der Logopädinnen und Logopäden.

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  • Anmerkungen

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      Matt merkte an:

      Das ist nicht Euer Ernst!?
      Es gibt haufenweise Schulabgänger von einzelnen privaten Schulen, die auf Grund der miserablen theoretischen und praktischen Ausbildung bei Bewerbungen in Praxen und Kliniken nicht mal eingeladen werden, sobald sie den Namen der Schule nennen. Teilweise zurecht!
      Ich habe das bisher noch nicht von staatlichen Schulen gehört.
      Wie wird diese Seite finanziell getragen?

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        Redaktion merkte an:

        Ja, diese Antwort ist tatsächlich unser Ernst. Es gibt rein rechtlich keinen Unterschied zwischen einer privat und einer staatlich organisierten Berufsfachschule (für Logopädie).

        Die Schulen beider Trägerschaften unterliegen einzig der Kontrolle des zuständigen Regierungspräsidiums (also des Landes).

        Bei einer so hohen Anzahl an Berufsfachschulen für Logopädie bleibt es unserer Meinung nicht aus, dass es sehr gute aber auch sehr schlechte gibt.

        Die sich anschließende Frage sei hier auch kurz beantwortet: Wir sind ein unabhängiges Projekt, werden von keiner Institution betrieben oder auch nur unterstützt. Die laufenden Kosten decken wir durch Werbeeinnahmen. Der alleinige Verantwortliche ist Alexander Fillbrandt, ein Logopäde im Öffentlichen Dienst (wen das interessiert…).

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      Matt merkte an:

      “Rein rechtlich” gibt es (dann leider) keinen Unterschied. Inhaltlich aber sehr wohl.
      Auf die Frage “Besser eine staatliche oder eine private Berufsfachschule wählen” könnte man diesen Aspekt sehr wohl nennen.
      Nicht allein die Anzahl an Berufsfachschulen ist dafür verantwortlich, dass die Qualität so stark divergiert.
      Falls sich jemand wirklich für diesen Beruf interessiert und dafür geeignet ist, sollte er sich meiner Ansicht nach bei einer staatlichen Logopädieschule bewerben. Die meisten dieser haben eine bessere Qualität im Verleich zu dem Großteil der privaten Schulen (Es gibt wenige sehr gute Privatschulen, es behaupten aber alle, sehr gut zu sein).

      Mit besserer Qualität meine ich: bessere Dozenten, mehr Supervisionen und Therapiemöglichkeiten, kleine Klassen von höchstens 15 Schülern, etc.

      Die (meisten) Privatschuelen schauen sekundär auf die Eignung, wichtig ist, ob die Schulgebühren bezahlt werden können.
      Wichtig ist, dass sie eine super professionelle Homepage habe (was tatsächlich wichtig ist :) ), dass sie die neuesten Computer zur Verfügung stellen können und nach DIN ISO zertifiziert wurden (was nicht unbedingt immer ein Qualitätsmerkmal sein muss).

      Wer wirbt denn so bei Euch? Ach so, “ross” und “blindow”…u.a.

      Ist ja kein Problem,
      aber die Antwort “Es gibt keinen Unterschied” finde ich, wenn man bedenkt, dass es Schulabgänger gibt, die sich für eine profunde Logopädieausbildung interessieren,
      irreführend.

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      Redaktion merkte an:

      Das is mir ehrlich gesagt zu einseitig. Ich selbst kenne eine staatliche Schule hier im Norden, von der wir keine Praktikanten mehr aufnehmen… zu undifferenziert ist deren Grundlage in Sachen Neurologie und außerdem sind uns die meisten Praktikanten der vielen staatlichen Schulen zu jung. Wir haben im Team ein Problem damit, wenn eine 19jährige ein Angehörigengespräch führen müsste.

      Wie gesagt, es gibt sicher schlechte private Logopädieschulen und auch gut, genau wie bei den staatlichen. Und obwohl ich mit vielen Logopädinnen und Logopäden Kontakt habe, kann ich da keinen Trend erkennen. Oft liegt es an den Dozenten, das ist sicher. Da ist mir gar schon zu Ohren gekommen, dass die teils lieber an die privaten Schulen gehen, weil sie dort ein höheres Honorar aushandeln können.

      Was die Werbung angeht: Schulen unterliegen einem Werbeverbot. Das ist der Grund warum hier offensichtlich ausschließlich private Logopädieschulen werben. Es besteht keine Geschäftsbeziehung direkt mit uns. Unser Vertragspartner ist Google.

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      Matt merkte an:

      O.k., dann gibt es wohl auch da Ausnahmen.

      Wenn Sie das Alter ansprechen:
      Mich würde mal interessieren, wie sich inzwischen das Durchschnittsalter an den Privatschulen gestaltet seit dem weniger Umschulungsmaßnahmen durchgeführt werden.

      Wurde nicht im Juni 2008 ein Gesetz verabschiedet, dass es bereits 16 Jährigen möglich sein soll eine Berufsausbildung zum Logopäden an einer BFS zu beginnen.
      (http://www.presseportal.de/pm/34356/1217087/deutscher_bundesverband_fuer_logopaedie_e_v)
      Wie sich das wohl im Altersdurchschnitt bei den privaten und staatlichen Schulen abzeichnen würde?

      Ich bin mir sicher, dass die staatlichen Schulen ihre Auswahlverfahren und Anforderungen sicherlich nicht dieser unsinnigen Regelung anpassen werden. Bzw., ich hoffe das.

      Die privaten Schulen brauchen sich über den (zahlungsfähigen) Nachwuchs etwas weniger Sorgen zu machen.

      Schulen unterliegt ein Werbeverbot. Privaten Schulen (sic!) jedoch nicht? :)

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